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"Ausgelöffelt" oder "Abgespeist" - Verbraucherprotest trifft auf Widerstand PDF Print E-mail
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heart_bellyLiebe geht durch den Magen - Oder auch einmal nicht!!

Nachdem in der Öffentlichkeit immer wieder Protestwellen unter dem Stichwort „Etikettenschwindel“ ausrollen und zuletzt die Verbraucherorganisation Foodwatch das große „neue Medium“ zur Förderung ihrer Zwecke nutzt und unter „abgespeist.de“ Stimmung gegen Etikettenschwindel und Werbelügner macht, kommt die Industrie allmählich in Tritt und schlägt nun mit gleicher Münze zurück.

So hatte Foodwatch unter anderem das Danone-Produkt „Activia“ mit „Aufgeblähter Etikettenschwindel“ abgestempelt. Es wurden die Studien hinter der Werbeaussage „Blähbauch reduzieren“ und „Verdauung fördern angegriffen. Diese seien zu „dünn“. Die tatsächlich messbaren Effekte des Produktes seien minimal. Die Werbeaussage sei daher eben „aufgebläht“.

Nun schlägt Danone mit gleichen Waffen zurück und startet die Seite „Ausgelöffelt.de". Dort ist in gleicher optischer Aufmachung wie von Foodwatch bekannt die große Gegenaussage eingestellt: „Wie foodwatch schon sagt: Activia wirkt. Und die Wirkung von Activia ist eindeutig wissenschaftlich belegt und klar messbar. Die probiotischen Bakterien kommen in großer Zahl lebend im Darm an. Dort entfaltet Activia seine Wirkung…..“

Nun droht jedoch eine weitere Eskalationsstufe einzutreten. Die deutschen Verbraucherzentralen starten im Juli das Portal "Klarheit und Wahrheit" - mit der Unterstützung von CSU-Ministerin Ilse Aigner. Es wird das gleiche Ziel verfolgt wie auf abgespeist.de. Offenbar soll dort auch der „Graubereich“ ausgeleuchtet werden. Es werden also nicht nur tatsächliche Rechtsverstöße gerügt sondern auch Tricksereien offengelegt.

Zwar wäre es wohl naiv anzunehmen, bei den Unternehmen sei durch die Foodwatchaktivitäten ein Sinneswandel eingetreten. Ebenso dürfte auch die Initiative der Verbraucherzentralen das Verhalten der großen Lebensmittelproduzenten wohl nicht grob verändern. Jedoch haben Foodwatch und Co eines geschafft, nämlich sowohl auf Verbraucher als auch auf Unternehmerseite einige Augen zu öffnen. Der erstgenannten Gruppe wurde hierdurch in breiter Masse klargemacht, dass nicht alles stimmt, was da „Schwarz auf Weiß“ auf den Etiketten vermerkt ist. Dem ein oder anderen Unternehmer dürfte indessen umgekehrt klar geworden sein, dass die Verbraucher seine Etiketten und Werbeaussagen durchaus zur Kenntnis nehmen und nicht immer einfach schlucken, sondern auch Nachweise fordern.

Es sind aus der Presse immer wieder Äußerungen zu entnehmen, nach denen man sich auf Unternehmensseite um mehr Klarheit etc. bemüht. Es bleibt abzuwarten, ob diesen Versprechen in Zukunft Taten folgen werden.

 

 

 

Bild: © sigrid rossmann/ PIXELIO, www.pixelio.de


 

 

 

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