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Analysiert wurden 151 Etiketten aus zwölf Lebensmittelgruppen. Fazit ist, dass die meisten untersuchten Produkte trotz clean label nicht unbedingt clean (also frei von Zusatzstoffen) sind. Vielmehr werden "deklarationsfreundliche" Alternativen verwendet, die eine ähnliche Wirkung besitzen, jedoch nicht als Zusatzstoff gekennzeichnet werden müssen.
Ergebnisse139 Produkte mit der Aufschrift „ohne Geschmacksverstärker“ enthielten geschmacksverstärkende Hefeextrakte für die erforderliche Würze. Dies entspricht 92% aller untersuchten Artikel. Weitere 62% der Produkte, die als „ohne Farbstoffe“ oder „ohne künstliche Farbstoffe“ gekennzeichnet waren, waren mit anderen Zutaten, so genannten Ingredienzien wie beispielsweise Rote Beete oder Spinat, gefärbt. In 71 Prozent der Lebensmittel mit der Angabe „ohne künstliche Aromen“ waren andere Aromen enthalten, die laut Gesetz nicht als künstlich gelten, denoch aber im Labor hergestellt werden. Im Fall von Tütensuppen, die häufig mit Slogans wie "natürlich" oder "Natur pur" werben, wurden in den Zutatenlisten durch genauere Prüfung aber hoch verarbeitete Stoffe wie Antioxidantien oder Aromen gefunden.
FazitAnne-Katrin Wiesemann von der Verbraucherzentrale Leipzig kritisiert diese Vorgehensweise der Lebensmittelhersteller: "(...) die mit knappen Verzichtserklärungen gekennzeichneten Lebensmittel sind oft nicht so sauber und ursprünglich, wie dies auf der Verpackung suggeriert wird". Der Dschungel an Formulierungen, welche "Ursprünglichkeit" und einen gewissen Bezug zur Natur vorgaukeln sollen, lässt den Verbraucher lediglich glauben, dass am Herstellungsprozess keinerlei Chemie beteiligt war. Ob dies auch der Wahrheit entspricht, kann vom Kunden im Supermarkt nur schwer herausgefunden werden.
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"Natur pur", "natürlich" oder "ohne Zusatzstoffe"... Die überwiegende Mehrzahl in Deutschland erhältlicher, vorab verpackter Lebensmittelprodukte enthält Slogans dieser oder ähnlicher Art - die so genannte Clean Label Werbung. Eine neue Studie der Verbraucherzentrale Sachsen (e.V.) hat ergeben, dass die meisten dieser Aussagen jedoch das genaue Gegenteil sind, nämlich wenig aussagekräftig.