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| Konsumentenforschung: Zentrale Ergebnisse zum Thema Lebensmittelkennzeichnung |
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| Grundlagen - Grundlagen (Business) | |||
| Written by Dipl.-Kffr. Sophie Hieke, MBR | |||
| Friday, 25 September 2009 14:45 | |||
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Eine Reihe großer und unabhängiger Verbände im Bereich Verbraucherschutz und Gesundheit beschäftigt sich seit Jahren ausführlich mit dem Thema Einfluss von Nahrungskennzeichnung auf Konsumenten: Hat labelling eine Wirkung auf Verbraucher, ihr Konsumverhalten und ihre Essgewohnheiten? Und wenn ja, wie kann dies durch entsprechende Kennzeichnungen sowie Kennzeichnungvorschriften moderiert werden?
Nachfolgend werden von den bekanntesten Verbänden ausgewählte Literaturrecherchen sowie Forschungspublikationen kurz vorgestellt.
European Commission (EC):
Food Standards Agency (FSA):
European Heart Network (EHN): Der Bericht gibt eine Übersicht über die in diesem Zeitraum getägtigen Untersuchungen (quantitativ und qualitativ) bzgl. Konsumentenpräferenzen und Nutzungsverhalten von Lebensmittel- und Nährwertkennzeichnung. Hierbei werden vier große Bereiche diskutiert: einfache Gesundheitssymbole (single healthy eating symbols), Ampelkennzeichnungen (traffic light labelling, signposting), prozentuale Zufuhrrichtlinien (percent GDAs) sowie Hybridsysteme (hybrid system of traffic light and percent GDAs). Letztere waren ein Vorschlag des damaligen Verbraucherschutzministers Horst Seehofer, der das so genannte "1plus4"-Modell deutschlandweit einführen wollte. Die Literaturübersicht beschäftigt sich mit Veröffentlichungen im Bereich Verbraucherwissen und -verständnis von Lebensmittel- und Nährwertkennzeichnung. Hierzu wurden ca. 130 Studien verwendet, von denen jedoch über die Hälfte aus den USA und Kanada stammt. Die Hauptforschungsfragen lauten: Wird Lebensmittelkennzeichnung vom Verbraucher wahrgenommen? Und wenn ja, wird diese auch verstanden? Zu den zentralen Ergebnissen gehören folgende Erkenntnisse: Verbraucher geben an, Nahrungsmittelkennzeichnung zu beachten und fühlen sich in ihrem Kaufverhalten dadurch beeinflusst. Frauen achten hierbei häufiger auf Kennzeichnungen als Männer und Verbraucher mit einer speziellen Ernährung sind ebenfalls geneigter, Lebensmittelkennzeichnungen als Teil ihrer Informationsgrundlage zu verwenden. Diese relativ positiven Ergebnisse werden jedoch stark korrigiert durch Erkenntnisse im Bereich des tatsächlichen Verständnisses von Lebensmittel- und Nährwertkennzeichnung. Hier zeigt sich deutlich, dass Verbraucher vermeintlich verstandene Grundlagen und Zusammenhänge nicht verarbeiten und auf ihre Ernährung umsetzen können. Fachtermini sowie unbekannte Nährwerte und schwer verständliche Zahlen- und Prozentangaben verwirren Verbraucher und minimieren den tatsächlichen Einfluss von Nahrungskennzeichnung auf das Konsum- und Essverhalten.
European Food Information Council (EUFIC):
The European Consumers' Organisation (BEUC):
Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV): Die repräsentative Erhebung im Auftrag der Bundesregierung fand statt im März 2008 und beschäftigte sich mit folgenden Punkten: Kennen die deutschen Verbraucher einzelne Nährwerte, werden diese Angaben beim Einkauf beachtet bzw. werden sie überhaupt als nützlich empfunden und wie wird die Darstellungsweise beurteilt? Die Ergebnisse zeigen klar, dass die Mehrheit sich nicht mit Nährwerten auskennt und nur jeder zehnte auf immer auf Fett- und Zuckergehalt von Produkten achtet. Jeder zweite Verbraucher wählt Lebensmittel zwar nach Nährwerten aus, es zeigt sich jedoch dass eine tatsächliche Korrelation nur auftritt, sobald jemand sich auch tatsächlich mit Nährwertangaben auskennt. Insgesamt wird die Darstellung von Nährwerten in Mengeneinheiten bevorzugt (ggü. der Angabe in Portionen) und jeder zweite Verbraucher spricht sich für eine Kennzeichnung auf der Vorderseite der Verpackung aus.
Eine Übersicht über die größten Organisationen findet sich unter Weblinks.
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| Last Updated on Friday, 25 September 2009 16:02 |



