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Stellungnahme der Europäischen Lebensmittelbehörde zum Thema Süßstoff PDF Print E-mail
News - News (Wissenschaft)
Written by Dipl.-Kffr. Sophie Hieke, MBR   
Wednesday, 09 February 2011 17:57

altAuf den Informationsseiten der Europäischen Lebensmittelbehörde (EFSA) wurde kürzlich eine Stellungnahme zu jüngst in der wissenschaftlichen Fachpresse erschienen Studien zum Thema Süßstoff (artifical sweetener) veröffentlicht.

Beide kommentierten Studien setzen sich mit potentiellen Folgeerscheinungen durch den Verzehr von Süßstoff bzw. mit Süßstoff angereicherten Produkten auseinander.

 

 

Folgende Artikel wurden behandelt:

  •  Halldorsson et al. (2010): Intake of artificially sweetened soft drinks and risk of preterm delivery: a prospective cohort study in 59,334 Danish pregnant women. American Journal of Clinical Nutrition (Vol. 92, pp. 1197-1206).
  • Soffritti et al. (2010): Aspartame Administered in Feed, Beginning Prenatally Through Life Span, Induces Cancers of the Liver and Lung in Male Swiss Mice. American Journal of Clinical Medicine (Vol. 53, pp. 626-633).

Bei den Studien handelt es sich um Ergebnisse empirischer Untersuchungen, die zum einen auf einen Zusammenhang zwischen dem Verzehr von Süßstoff-beigesetzten Softdrinks und einem erhöhten Risiko für Frühgeburten (Halldorsson et al. 2010) und zum anderen die Wirkung von Süßstoff als Futtermittelzusatz bei Mäusen und möglicher Leber- und Lungenkrebsbildung untersuchen.

 

Stellungnahme der EFSA

Betreffend die Laborstudie an Schweizer Mäusen wurde zwischen dem 12. Lebenstag (im Mutterbauch) und der 130. Lebenswoche der Maus Aspartam, ein synthetisch hergestellter Süßstoff, als Futtermittelzusatz hinzugefügt. Die Autoren berichten von einer statistisch signifikant höheren Bildung hepatozellularer sowie bronchialer Karzinome in der Gruppe der Aspartam-gefütterten Mäuse. Ein Expertenpanel der Europäischen Lebensmittelbehörde konstatiert, dass diese Karzinombildung "als spontan und in hohen Raten bei männlichen Mäusen" auftrete. Trotz statistischer Signifikanzen entgegnet die EFSA in ihrer Stellungnahme jedoch, dass die Auftrittswahrscheinlichkeit in allen Experimentalgruppen immer noch im Intervall bisher bekannter Studien liege. Eine ernstzunehmende Gefahr durch krebserregende Stoffe in (ausgewählter) Süßstoffen liege laut EFSA somit nicht vor.

 

Des Weiteren geht das Gremium auf die dänische Studie schwangerer Frauen ein, die einen Zusammenhang zwischen der Einnahme Süßstoff-zugesetzter Softdrinks und Frühgeburten gefunden haben will. Hier fordert die EFSA in ihrer Stellungnahme eine Analyse möglicher Störfaktoren, die die Korrelation zwischen beiden Variablen (Süßstoff und Frühgeburt) verzerrt haben könnte. Zudem wird der Einbezug von Epidemiologie-Experten gefordert, die Methodik und statistische Analyse der Kohortenstudie analysieren sollen. Somit hält sich die EFSA hier ebenso bedeckt was das tatsächliche Risiko von Süßstoff-Einnahme während der Schwangerschaft betrifft.

 

 

 

Last Updated on Wednesday, 09 February 2011 17:59
 

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