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| Lebensmittelkennzeichnung aus Verbrauchersicht: Was bringt es? |
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| Written by Dipl.-Kffr. Sophie Hieke, MBR | |||
| Friday, 25 September 2009 13:59 | |||
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Neben der juristischen und der wissenschaftlichen Sichtweise der Lebensmittelkennzeichnung gehören die Folgen der Lebensmittelkennzeichnung für Verbraucher zu einem weiteren wesentlichen Feld der Information und Diskussion. Zahlreiche Verbraucherschutzverbände im In- und Ausland beschäftigen sich mit der Frage, ob Lebensmittel- und Nährwertkennzeichnung überhaupt Einfluss auf Konsum- und Essverhalten der Bevölkerung hat und wenn ja, wie diese modelliert werden können. Eine Übersicht über die größten Verbände finden Sie unter Weblinks.
Ergebnissen neuester Forschungsberichte sowie repräsentativer Umfragen zufolge ...
... hat die bisherige Lebensmittel- und Nährwertkennzeichnung keine (wesentlichen) Auswirkungen auf das Verbraucherverhalten. Professor Klaus Grunert von der Aarhus School of Business (Dänemark) äußert sich dementsprechend deutlich: "We know many consumers like front of pack consumer signposting. But it does not mean they will use them." Die meisten Verbraucher nutzen die dargebotenen Informationen während des Einkaufes nicht. Dies liegt oftmals an der Darstellung der Informationen: viele Verbraucher geben an, die Inhalte (u.a. aufgrund der Formulierungen sowie der benutzten Fachbegriffe) nicht zu verstehen. Hinzu kommt die prozentuale und mengenmässige Angabe von Nährwertanteilen sowie empfohlener Zufuhrmengen, die von vielen Verbrauchern als umständlich und irritierend bezeichnet wird. Ältere Verbraucher beklagen zudem Schriftgröße und Platzierung von Nährwertkennzeichnungen.
Dementsprechend ist es nicht verwunderlich, wenn die Politik diese Punkte aufgreift und in die momentane Debatte um die Erneuerung der Lebensmittel- und Nährwertkennzeichnung versucht einzubringen. Jane Kennedy, britische Agrarministerin, konstatiert: "Healthy eating messages need to be clearer and simpler. There are so many conflicting messages about what is and isn't healthy; the message is confused." Dabei ist das Problem nicht die generelle Ablehnung des Verbrauchers, vielmehr ergänzen sich fehlendes Ernährungswissen und geringe Motivation, sich durch die zahlreichen unterschiedlichen Produktangaben zu kämpfen, zu einer schwer bewegbaren, trägen Masse: "People want to eat healthily. But if the message is too complicated they stop listening."
Diese und weitere Erkenntnisse im Bereich der Konsumentenforschung bedürfen einer genauen Verfolgung, da sie in einem nicht unerheblichen Maß Einfluss auf die Gesetzgebung bzw. die Änderung der momentan gültigen Rechtsvorschriften (siehe KOM (2008) 40) haben werden.
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| Last Updated on Friday, 25 September 2009 15:42 |



