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| Die Bundesregierung präsentiert das neue "Ohne Gentechnik"-Logo |
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| News - News (Business) | |||
| Written by Dipl.-Kffr. Sophie Hieke, MBR | |||
| Sunday, 30 August 2009 16:16 | |||
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Am 10. August 2009 hat Bundesvebraucherministerin Ilse Aigner (CSU) das neue, einheitliche Siegel zur Kennzeichnung von Lebensmitteln vorgestellt, die ohne Gentechnik auskommen. Gekennzeichnet sollen hiermit hauptsächlich tierische Lebensmittel wie Eier, Milch und Fleisch, z.B. um die Fütterung genetisch nicht veränderter Futterpflanzen zu indizieren.
Die Verwendung des Logos bei allen weiteren Lebensmitteln unterliegt jedoch einer wesentlicher strengeren Handhabung, hier sind die Kriterien deutlich strenger. Während bei eben genannten tierischen Lebensmitteln die Beimischung gentechnisch hergestellter Vitamine, Enzyme und anderer Zusätze ins Futtermittel nicht angegeben werden muss, führt bei den restlichen Lebensmitteln eine Verwendung gentechnisch hergestellter Zusatzstoffe sowie eine zufällige Beimischung gentechnisch veränderter Pflanzen zu einem Ausschluss der Siegel-Tragfähigkeit.
Das seit Mai 2008 bestehende Label konnte bislang noch nicht sehr viel Anklang bei Herstellern und Handel finden - somit hofft die Bundesregierung nun durch eine verbesserte visuelle Aufmachung auf mehr Akzeptanz.
Gründe für die Zurückhaltung der Lebensmittelindustrie liegen jedoch in den strengen Kriterien für die Aufnahme in die Gruppe "Lebensmittel ohne Gentechnik". Handelskonzerne argumentieren, dass eine partielle Kennzeichnung von Produkten mit dem Logo der Bundesregierung zu Verwirrung führen würde, da der Verbraucher damit automatisch annehme, alle anderen Lebensmittel enthielten genetisch veränderte Inhaltsstoffe. Zudem fürchten Hersteller, dass bei Bekanntwerden der Ausnahmen für tierische Lebensmittel ein Vertrauensverlust der Konsumenten das Resultat sein könnte, da die Verwendung des "Ohne-Gentechnik"-Logos nicht mit einem völligen Ausschluss von Gentechnik in Lebensmitteln gleichgesetzt werden kann.
Selbst für Hersteller von Bioprodukten kann es schwer werden, dauerhaft die Anforderungen für die Verwendung des Logos einzuhalten, da bei Enzymen, Aromen und anderen Zusatzstoffen der (in)direkte Einsatz von gentechnisch veränderten Mikroorganismen längst eine geläufige Art der Herstellung ist.
Spuren von gentechnisch veränderten Pflanzen (z.B. Soja oder Mais) sind bei der Verwendung von pflanzlichen Rohstoffen demnach so gut wie nicht auszuschließen, unabhängig davon, ob ein Lebensmittelprodukt das Label "Ohne Gentechnik" enthält, oder nicht.
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| Last Updated on Friday, 25 September 2009 15:42 |



