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| Amerikanischer Kongress verabschiedet Gesetzüberarbeitung bzgl. Schulverpflegung |
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| Written by Dipl.-Kffr. Sophie Hieke, MBR | |||
| Tuesday, 07 December 2010 17:45 | |||
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Letzte Woche wurde im Kongress in Washington eine 4,5 Milliarden schwere Überarbeitung bestehender Regulierungen in der Ernährung und Verpflegung in den amerikanischen Schulen verabschiedet. Eine Unterschrift von Präsident Barack Obama wird als wahrscheinlich erachtet, da seine Frau und First Lady, Michelle Obama, seit Jahren gegen Übergewicht und Fettleibigkeit bei Kindern kämpft und diese Gesetzesüberarbeitung unterstützte.
Die Überarbeitung umfasst Ernährungsprogramme für Kinder und soll zum ersten Mal in der amerikanischen Geschichte auch Geld für mehr als 20 Millionen Mahlzeiten nach der Schule bereitstellen. Insgesamt soll das Ministerium für Landwirtschaft hierfür in der Verantwortung stehen - eine Festlegung von Standards in Ernährung und Nährwertzufuhr für Schulen soll über alle Staaten hinweg gelten und hier sowohl für die in der Schulkantine angebotenen Mahlzeiten als auch für die in den USA so beliebten Automaten, den so genannten vending machines.
Große Unterstützung erfuhr die Gesetzesüberarbeitung auch aus den Reihen des Militärs. Insgesamt über 100 pensionierte Generäle und Admiräle sprachen sich für die Verabschiedung und eine Stärkung der Schulsport-Programme aus, da "a quarter of America's young adults cannot join the military because they are overweight". Was sagen die Kritiker?Natürlich werden auch kritische Stimmen laut, denen die Kosten für diese Programme ein Dorn im Auge sind. Kosten für Mahlzeiten nach der Schule, Zuschüsse für finanziell benachteiligte Familien sowie Einbußen in den Einnahmen aus den vending machines werden auf ca. 4,5 Milliarden Dollar geschätzt. Gegner argumentieren, dass manche Schulen ihre gestiegenen Ausgaben nur durch höhere Preise in den Schulkantinen ausgleichen können - eine Entwicklung, die eine bessere Ernährung von Kindern nicht unbedingt fördere.
Ob dieser neue Vorstoß in Sachen Kindesernährung in den USA in Zukunft zu gesünderen und schlankeren Kindern führt, bleibt abzuwarten. Als einen guten Start kann die Gesetzesverabschiedung allemal betrachtet werden - auch wenn sich jetzt schon lokale Widerstände gegen federale Entscheidungsgewalt formieren. Aller Anfang ist schwer - vor allem wenn es sich um so viel (Über-) Gewicht handelt.
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Gewisser Optimismus für eine gesündere Verpflegungspraxis in amerikanischen Schulen scheint gegeben,
wenn sich das Militär und Michelle Obama schon verbünden. :)
Möge die Kindesernährung / Schulverpflegung in Amerika einen ähnlichen Weg nehmen wie in Deutschland
und mehr Rekruten werden normalgewichtig eingezogen.
Eine reine Umstellung des Angebotes während der Schulzeit wird aber wohl nicht viel bringen, wenn zu Hause nur Chips, Süßes und Softdrinks erhältlich sind...