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| Neues zur Lebensmittelkennzeichnung auf EU-Ebene |
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| News - News (Business) | |||
| Written by Dipl.-Kffr. Sophie Hieke, MBR | |||
| Tuesday, 07 December 2010 17:18 | |||
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Wie heute beschlossen wurde, soll und wird die Lebensmittelbranche künftig den Anteil von Fett, gesättigten Fetten, Zucker, Salz und Eiweiß sowie den Kaloriengehalt auf der Verpackung von Fertiggerichten, Snacks und Getränken kennzeichnen. Dafür haben sich die zuständigen Minister in Brüssel ausgesprochen. Die Angaben erfolgen je 100 Gramm bzw. je 100 Milliliter. Zusätzliche Angaben je Portion bleiben allerdings erlaubt.
Darüberhinaus wird der Industrie auferlegt, anzugeben, wie viel Prozent des durchschnittlichen Tagesverbrauchs einer 40 Jahre alten Frau damit abgedeckt sind (~2.000kcal/Tag). Des Weiteren müssen koffeinhaltige Waren mit einem Warnhinweis für Schwangere oder Kinder gekennzeichnet sein. Lebensmittelimitate wie beispielsweise der heftig in die negativen Schlagzeilen geratene Analogkäse dürfen nicht mehr als Käse bezeichnet werden. Eine klare Kennzeichnung solcher Produkte als Imitat konnte die Bundesregierung jedoch nicht durchsetzen.
Reaktionen aus DeutschlandDeutschlands Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner reagiert verhalten auf den Beschluss aus Brüssel. Ihr gehen die EU-Vorschriften zur Lebensmittelkennzeichnung nicht weit genug. Darüberhinaus hält sie sie streckenweise für nicht verständlich genug. Lebensmittelimitate müssen beispielsweise als solche gekennzeichnet sein, die vorgeschriebenen Bezeichnungen sind laut Aigner aber viel zu beschönigend: "Man hätte auch das Wort 'Käseimitat' nehmen können", wird Aigner zitiert. Stattdessen darf der Analogkäse, der nicht aus Milch, sondern aus billigeren Zutaten wie Pflanzenöl, Eiweiß und Wasser hergestellt wird, als "Käse aus Pflanzenfett" bezeichnet werden. Weiteres Beispiel: Klebefleisch, welches aus mehreren kleineren Stücken mit Hilfe von Enzymen zusammengeleimt wird, darf in Zukunft als "Schinken aus Formfleisch" deklariert werden können. Auch die neue, verpflichtende Herkunftsangabe von Fleisch halten viele für nicht ausreichend, eventuell sogar irreführend. Die vorgesehene Angabe bezieht sich auf den Ort der Verpackung und nicht den Ort, an dem die Tiere aufgewachsen sind. Dass letzteres wesentlich wichtiger und daher informativer für die Kaufentscheidung des Endverbrauchers wäre, ist offenbar nicht berücksichtigt worden.
Fazit: Auch wenn der Zeitpunkt gekommen ist, supranational Zeichen für die gemeinsame und einheitliche Gestaltung und Kennzeichnung von Produkten, so ist es doch noch ein weiter Weg bis hin zu für den Verbraucher sinnvollen Angaben.
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