Lebensmittelkennzeichnung nicht für lose Ware? PDF Print E-mail
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Written by Dipl.-Kffr. Sophie Hieke, MBR   
Wednesday, 25 November 2009 16:54

EU

 

Die Kennzeichnung von Lebensmitteln soll sich weiterhin auf vorverpackte Produkte konzentrieren und lose Ware von der verpflichtenden Nährwertangabe ausschließen, so die Berichterstatterin der EU-Gesundheitskommission, Dr. Renate Sommer (CDU), im Rahmen der momentanen Überarbeitung des EU-Entwurfs zur einheitlichen Lebensmittelkennzeichnung (KOM (2008) 40 endg.).

 

Die Politikerin bleibt ihrer bisherigen Linie treu und fordert, kleine Betriebe und deren Belange zu berücksichtigen, anstatt eine generelle Regelung für alle produzierten Lebensmittel anzustreben. So haben bereits der Internationale Metzgermeister-Verband sowie die deutsche Bäckerinnung dafür plädiert, frische und lose Waren nicht kennzeichnen zu müssen. Einheitliche Angaben seien hier strittig, da die Waren entweder zur Weiterverarbeitung verwendet werden würden oder je nach Zubereitung unterschiedliche Nährwertmengen enthielten. Zudem wird über die Möglichkeit eines persönlichen Kontaktes zum Verkaufspersonal vor Ort argumentiert, welches den Verbraucher umfassend und einzelfallspezifisch über Zusammensetzung und Nährstoffgehalt informieren könne.

 

Momentaner Stand

Eine generelle Ausnahme loser Waren von jeglicher Kennzeichnung wird momentan jedoch (noch) abgelehnt. Alexandra Nikolakopoulou, Sprecherin der Generaldirektion Sanco, erklärt, dass persönliche Kommunikation während des Lebensmitteleinkaufs nicht immer gewährleistet werden kann. Eine solche generelle Ausnahme von der Kennzeichnungspflicht müsse somit als Rückschritt im Verbraucherschutz gesehen werden. Einer Ausnahmeregelungen auf Mitgliedsstaatenebene wird jedoch die Möglichkeit eingeräumt.

Eine abschließende Einigung auf diesem Gebiet bleibt weiterhin abzuwarten.

Last Updated on Wednesday, 25 November 2009 16:56
 

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